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Autor Thema: welche Ausbildung fuer Landwirt notwendig?  (Gelesen 11911 mal)
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farmerbertl
Frischling

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« am: 11. Juli 2016, 15:10:41 »

Hallo!

Ich bin neu hier, weil ich mir in der Kopf gesetzt habe Landwirt zu werden.
Der Onkel meiner Frau ist grosser Landwirt hier in Österreich und hat leider keine Nachfolger.
Somit ueberlege ich gemeinsam mit meiner Frau seinen Betrieb in einigen Jahren zu uebernehmen, um diesen weiterzufuehren.

Jetzt ist es aber so, dass meine Frau und ich von der Ausbildung her nichts mit Landwirtschaft am Hut haben. Sie ist studierte Psychologin und ich hab Maschinenbau und Elektronik HTL gemacht.

Wir fragen uns nun daher, ob wir die Wirtschaft vom Onkel einfach so uebernehmen koennen, oder ob wir dafuer eine Ausbildung nachholen muessten, um seine Nachfolger zu werden.

Gibt es hier in der Runde Erfahrungen diesbezueglich?

Ich waere ueber Eure Tipps sehr dankbar!

Vielen Dank!

lg, Bertl
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« Antworten #1 am: 11. Juli 2016, 15:57:57 »

Wäre schon sinnvoll, den Facharbeiten nach zu holen. Das geht recht zügig in Form von Abendkursen.

Aber unbedingt nötig ist das nicht.
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gerhard
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« Antworten #2 am: 11. Juli 2016, 20:52:52 »

Um eine Förderung zu Bekommen must du einen landwirtschaftlichen Abschluß haben
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Georg
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« Antworten #3 am: 12. Juli 2016, 16:01:08 »

Gerhard,
Bist Du Dir da wirklich sicher? Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen! Zumindest bei Förderungen on denen EU Gelder integriert sind ist es nicht so!

Mal folgender Fall: Angenommen es gründen drei Nichtlandwirte eine "Agrar GmbH" und pachten oder kaufen Felder und bewirtschaften die dann auch.
Die Arbeiten werden durch Fahrer vorgenommen die aber auch keine landiwrtschaftliche Ausbildung haben.

Ich bin mir ganz sicher das diese AGRAR -GmbH alle udn volle Förderungen bekommt auf die sei Ansprüche hat wie jeder "normale" Landiwrt auch.
Auf das Beispiel bin ich gekommen weil es so eine "Konstruktion von drei Zahnärzten mit ca 400 ha in Schweden gibt. Die bekommen jegliche Förderung die anderen Landiwrten auch zusteht.

Aufgrund der EU- Gleichheit musste ja Deutschland sogar sein Handwerkergesetz nun ändern. Bisher konnte sich als Handwerker nur selbständig machen wer eine Meisterprüfung vorweisen konnte. Ich hab das eigentlich auch für gut befunden. Inzwischen kann jeder Hinz und Kunz einen Handwerksladen eröffnen. Ob er Ahnung hat oder nicht.
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Wenn die Sau keine Ferkel wirft, hat der Bauer Angst das er verhungert.
Wenn die Sau zu viele Ferkel wirft, hat der Bauer Angst das die Ferkel verhungern,
farmerbertl
Frischling

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« Antworten #4 am: 12. Juli 2016, 16:30:22 »

Hallo,

ich glaube Gerhard meint eine Art Jungbauernfoerderung, die man bekommt, wenn man einen Hof weiterfuehrt. Diese bekommt man, glaub ich, vom Land.
Habe mich mittlerweile bei der Landwirtschaftskammer ein bißchen schlau gemacht. EU Foerderungen sind nicht an eine Ausbildung gekoppelt, sofern ich das richtig verstanden habe.

Allerdings gibt es noch eine weitere wichtige Sache, die zb. den landwirtschaftlichen Facharbeiter voraussetzt.
Das sind diverse Spritzmittel, die man nur bekommt, wenn man eine Ausbildung in diesem Bereich hat. Giftschein zaehlt zb. auch dazu.

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benji88
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« Antworten #5 am: 12. Juli 2016, 16:52:28 »

Also was Spritzmittelschein betrifft, kann ich Auskunft geben, da ich aus der Branche komme.

Um ein "Landwirtschaftliches PSM" kaufen zu dürfen, brauchst du einen SACHKUNDEAUSWEIß. Dieser ist aber NICHT an einen Abschluss/Ausbildung gebunden, da diesen JEDER bekommt, der den Kurs der BBK dazu macht... Dauert 2 oder 3 Tage (bin mir da nicht 100% sicher was die Dauer betrifft). Mit Abschluss dieses Kurses kannst du deine Sachkundigkeit nachweisen und somit einen Ausweiß beantragen (Gültigkeit 5 Jahre).

Mein Bekannter kam auch unverhofft vor 2 Jahren zu einer LW. Sein alleinstehender Onkel beging unerwartet Suizid, er wollte unbedingt die Wirtschaft weiterführen...
Für die Jungbauerförderung brauchte er die Facharbeiterausbildung zwingend, die ist tatsächlich vom Land aus.

Ich würde dir die Ausbildung aber sowieso anraten, da Wissen (ja auch in der Landwirtschaft) viel Geld wert sein kann... Bei Viehhaltung und Fütterung mit betriebseigenem Futter sowieso wenn du keinen Background hast/nicht mit silieren etc. aufgewachsen bist...

Wissen ist Macht, und schadet nie... Aber Lehrgeld musste sowieso schon jeder mal zahlen  Zwinkernd
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Helmut
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« Antworten #6 am: 12. Juli 2016, 17:29:49 »

Finde ich gut, dass ich einen Hof weiterführen wollt.

Frage, kann ich als Landwirt ein Restaurant übernehmen?
Ja, aber es wird vermutlich nach einem Jahr pleite gehen.
Ich als Landwirt kann auch meine Landmaschine selbst reparieren.
Aber nicht so gut wie es der Landmaschinenmechaniker kann....

Hier gibt es so einen Spruch: 98% der Deutschen kennen sich mir Landwirtschaft aus. Aber nur 2% der Deutschen sind Landwirte.....

Ich glaube, dass ihr intelligente Leute seid, aber einfach so einen Hof übernehmen kann meiner Meinung nach nicht gut gehen.
Landwirtschaft ist ein Ausbildungsberuf und es ist sehr sehr vielschichtig. Ackerbau/Viehhaltung/Büro/Landtechnik usw.

In Bayern dauert eine Ausbildung zum Landwirt 3 Jahre. Es ist gesetzlich Vorgeschrieben, dass die Abendschule zum Landwirt auch 3 Jahre dauern muss.
Danach hat man Grundwissen, und sollte es durch eine Fachschule (2Jahre Vollzeit) vertiefen.

Ihr hab die Wahl. Entweder Kurse/Ausbildung selbst durchziehen oder ihr übt weiter eure Jobs aus und nehmt euch einen Angestellten. Z.b. einen Landwirtschaftsmeister als "Mitarbeitenden Betriebsleiter" und helft ihm nach Feierabend.

Halte uns bitte auf dem laufenden.
Alles Gute.


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farmerbertl
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« Antworten #7 am: 13. Juli 2016, 08:52:53 »

nur keine Sorge Helmut!
Wir wollen da nichts ueberstuerzen - darum fragen wir ja nach um uns gut darauf vorbereiten zu koennen.
Der Onkel geht erst gegen Mitte 50 - daher bleibt noch viel Zeit fuer die Uebergabe.
Bis dahin koennen wir uns weiterbilden und alle notwendigen Ausbildungen machen, die wir vom Gesetz her brauchen und und die uns gut tun, um den Betrieb optimal weiterfuehren zu koennen.
Schliesslich wollen wir diesen ueber die Jahre ja auch auf heutigen Know How Stand bringen. Der Onkel will das nicht mehr tun.

Ausserdem sind wir ja keine kompletten Frischlinge. Meine Frau ist dort aufgewachsen und hilft seit 20 Jahren mit. Was mich angeht, bin ich jetzt 5 Jahre immer fleissig am helfen und loechere den Onkel mit vielen Fragen.

Wir werden das schon schaffen!
Waere sehr dumm die Chance nicht zu nuetzen!

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Carlsson
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« Antworten #8 am: 13. Juli 2016, 16:58:10 »

Landwirt kann jeder werden, da bedarf es keiner speziellen Ausbildung!
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hundsbua
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« Antworten #9 am: 13. Juli 2016, 17:25:10 »

Landwirt kann jeder werden, da bedarf es keiner speziellen Ausbildung!
Genau.
Ebenso Gastwirt, Druckertankstellenbetreiber, Zeitungsausträger oder Filmstar....

mann, mann, mann...  Spinnst du??




Bis dahin koennen wir uns weiterbilden und alle notwendigen Ausbildungen machen, die wir vom Gesetz her brauchen und und die uns gut tun, um den Betrieb optimal weiterfuehren zu koennen.
Schliesslich wollen wir diesen ueber die Jahre ja auch auf heutigen Know How Stand bringen.

Die richtige Einstellung - viel Erfolg!!!
« Letzte Änderung: 13. Juli 2016, 17:27:49 von hundsbua » Gespeichert

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« Antworten #10 am: 13. Juli 2016, 20:18:54 »

"Der Onkel geht erst gegen Mitte 50"

Also in etwa 40 (vierzig) Jahren??!!!
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« Antworten #11 am: 13. Juli 2016, 21:26:05 »

Farmerbertl.

Es gibt, in Deutschland die Möglichkeit der Abschlussprüfung zum Landwirt und auch jeden anderen Beruf , wenn man schon eine abgeschlossene Berufsausbildung hat und den Beruf 6 Jahre ausgeübt hat. und das gibt's  sicherlich auch in Österreich.

Ich hab auch erst Kauf Ann gelernt und dann ohne Lehre die landw. Prüfung abgelegt.

Ich wollte dann auch in die Fachschule so wie es Helmut empfiehlt. Ich war dort genau 1 Woche, dann war mir das einfach zu blöd. Die Halbe Zeit wurde nur Kartengespielt, und die anderen Halbe Zeit über Felgen Farben diskutiert....

Ich bin dann lieber für 3 Jahre als Praktikant ins Ausland gegangen. 1 Jahr Japan 1 Jahr USA und 1 Jahr Argentinien.
Hab auf diesem Wege mehr gelernt ( 3 Sprachen) und gesehen und Geld verdient als die Meisten anderen Landwirte damal in meinem Alter.
Als ich zurück kam hab ich dann noch die landw. Meisterprüfung abgelegt.

Das Niveau dieser Prüfungen ist nicht all zu hoch. Das Können in der praktischen Landwirtschaft kommt beim "learnig by doing"

Wenn Du und/oder Deine Frau der Meinung sind das Ihr die Prüfungen braucht, einfach anmelden und machen. Wenn s eh nur wegen Förderungen ist fragt niemand mehr nach den Noten. Ne 4 im Zeugnis würde ich mir heute noch ad hoc zutrauen!

Übrigens, in Österreich gibt's noch ne interessante Möglichkeit sgar den Agra Ingenieur Titel ohne Schule und Studium zu erlangen.
ich weiß nicht ob seit dem EU Beitritt noch geht. Man muss in der Landwirtschaft ne Zeitlang  irgend was besonderes machen und von einem Ökonomierat dafür vorgeschlagen werden...... Das ist/war dann ein Vollwertiger Titel und gleichgesetzt wie ein Studium mit Abschluß und man kann, wenn man will, den Titel auch offiziell führen.
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« Antworten #12 am: 13. Juli 2016, 23:17:09 »

Ja, kann man. Den des Professors. Lächelnd
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farmerbertl
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« Antworten #13 am: 14. Juli 2016, 11:16:30 »

Hallo,

Ich sag mal Danke fuer alle Eure Tipps!
Hat mich schon um einiges weitergebracht in meinen Ueberlegungen.

Aus jetziger Sicht wirds wahrscheinlich der Landw. Facharbeiter werden, den einer von uns nachholen wird.
Den kann man nebenberuflich machen.
Vielleicht macht ihn auch meine Frau in Form einer Bildungskarenz in Anschluss an ihre jetzige Babykarenz.

Im noch der Link zum Flyer, fuer alle dies interessiert!

http://www.lehrlingsstelle.at/netautor/napro4/wrapper/media.php?id=%2C%2C%2C%2CZmlsZW5hbWU9YXJjaGl2ZSUzRCUyRjIwMTYuMDQuMTUlMkYxNDYwNzQ3NDY4LnBkZiZybj1GQV9GbHllcl9MYW5kd2lydHNjaGFmdF8yMDE2LTIwMTcucGRm

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« Antworten #14 am: 14. Juli 2016, 12:29:56 »

Genau.
Ebenso Gastwirt, Druckertankstellenbetreiber, Zeitungsausträger oder Filmstar....

mann, mann, mann...  Spinnst du??



Die richtige Einstellung - viel Erfolg!!!

Nicht verstanden, aber egal...
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