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Autor Thema: kurzspritzen von getreide  (Gelesen 22626 mal)
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canadafarmer
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« am: 12. Februar 2015, 16:10:08 »

ich komme ab naechster woche  nach oesterreich auf einen kleinen urlaub,und hier in Canada hat man wenieg erfahrung mit wachstumsreglern.
wo waehr  a  gutter  ort um nachzufragen,
ich werde in oberoesterreich sein.

danke
robert
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benji88
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« Antworten #1 am: 13. Februar 2015, 08:56:55 »

Lagerhaus zb.

Aber kurzspritzen ist keine Hexerei.

MODDUS
CALMA
MEDAX
Cerone
Stabilan

sind bei uns die eher gängigen Mittel.

Wenn schon zur Herbizidbehandlung was eingesetzt werden soll dann Stabilan 400.

Bei uns machen viele Stabilan gleich mit der Herbizidspritzung mit und später noch mal Moddus event. sogar gesplittet je nach Wüchsigkeit.
Hat sich bewährt vor allem bei langstrohigen Sorten empfehle ich immer rund um ES 31 (1Knoten-Stadium) 0,4l/ha Moddus bei Weizen. Manche spritzen auch Moddus mit einer extrem späten Herbizidspritzung (ES ca.30), aber da kann die Verunkrautung schon zu stark sein vor allem für Wuchsstoffe, da da einfach schon viel Unkrautmasse aufgelaufen sein kann. Sulfonylharnstoffe sind da etwas schärfer, aber da gibts halt oft Nachbauprobleme mit Raps.

Preislich liegt das Kurzspritzen mit Moddus zb bei ca 30-35 Euro je ha. Stabilan ist nicht so stark und kostet aber auch nur 5-15 Euro je ha je nach Aufwandmenge.
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« Antworten #2 am: 13. Februar 2015, 09:17:14 »

Landest du in München oder in Wien?
Österreich ist jetzt nicht unbedingt die große Getreideanbaudestination.
Von München (MUC) sind es nur wenige Kilometer zur Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising.
Direkt in OÖ wird Franz Kastenhuber ein guter Ansprechpartner sein.

Aber an sich ist das Einkürzen keine große Hexerei.
Es braucht jedoch einiges an Erfahrung und perfekt wird es nie sein.
Sind die Wirkstoffe in CDN erhältlich?

Einige schwören hier auf Camposan Extra, weil man es noch spät anwenden kann.

 
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monsato
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« Antworten #3 am: 13. Februar 2015, 16:57:39 »

hay

camposan ist aber feuerwehr mittel da kann mann viel falsch machen, wehe dem wer zu spät und die ähre erwischt diese bleibt dann aber leer.
außerdem eher was für wintergersten.

weizen:ccc -sprich stabilan macht weizen gleichmäßiger wenn man so drüberschaut also der haupttrieb steht dann nicht mehr einige zentimeter drüber .
im stadium 26 -29 solte mann nix tun weiters auch von 32 -min.37 da geht dann richtig ertrag weg .also richtig währe dann bisEC  25 unkraut und ccc und dann wieder ab 30-31 mit moddus oder medax.

bester kürzerzeitpunkt ist 31 für moddus oder das mesax top(ist doch deutlich billiger selber wirkstoff aber 2 kanister medax eben und das top als additiv) von 0,2-0,4l/ha bei extremer trockenheit eher an der unterengrenze bleiben.
gruß m.
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« Antworten #4 am: 13. Februar 2015, 17:18:40 »

Die CCC Plörre ist schon ein alter Hut und meines Erachtens wirkts auch nimma so dolle. Die Formulierung und der Wirkstoff sind alt. Wenn ich mir manche CCC behandelten Bestände anschaue sieht man nix obwohls schon wies Wasser dazu gemischt wird.


EDIT zu Monsato: die Wirkstoffe von Medax und Moddus sind so verschieden wie Sonne und Mond!

Mit Medax würd ich vorsichtig sein. Medax Turbo ist sehr "scharf" und vor allem nix fürs Trockengebiet. Der Wirkstoff ist Mepiquatclorid. Clorid ist extrem scharf, kann wie ein Brenner wirken.

Moddus ist da ein wenig "sanfter" und eher was fürs Trockengebiet, aber aufzupassen ist auch damit.
Wirkstoff ist hier Trinexapac-ethyl.

Calma ist ja nur eine Kopie von Moddus welche Adama (ehem. FCS) vertreibt, Unterschied ist nur das beim Calma um ca. 70g/l weniger Wirkstoff drinn ist.
« Letzte Änderung: 13. Februar 2015, 17:22:02 von benji88 » Gespeichert
canadafarmer
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« Antworten #5 am: 14. Februar 2015, 03:00:04 »

hier is das alles neu, sidn nur zwei sachen zugelassen

ethrel von bayer
manipulater  da ist   CCC enthalten.

mich wuerds interresieren ob es wer im hafer  hernimmt,der wird hier sehr lang und wie a seil ,und hart zum dreschen ,
mfg robert
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« Antworten #6 am: 14. Februar 2015, 08:39:49 »

Ja hier!


Hafer reagiert sehr gut auf CCC. Wer beim Einsatz etwas übermütig ist, riskiert sehr schnell, dass der Hafer nur mehr Kniehöhe erreicht.
Die Empfehlung von 2 Liter bzw. 1,3 L bei guter Standfestigkeit habe ich noch nie erreicht. Meistens sind es irgendwo zwischen 0,5 und 0,75 L. Selbst damit bleibt der Hafer gut stehen. Und wir haben nicht gerade ruhiges Sommerwetter.
CCC kann bei Hafer auch bis EC 49 verwendet werden. Somit kannst du noch gut beobachten, wie stark sich die Internodien strecken.
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« Antworten #7 am: 15. Februar 2015, 12:20:22 »

Meine strategie fürweizen ist folgende.

Mit dem herbizid ca. Bei ec28 nehme ich schon mal gerne 200g ccc mit achtung bei broadway. Bricht auch die apikale dominanz da kannreduziert werden nehme auch noch günstige fungizide wie tilt  mirage und folicur und bittersalz auch netzschwefel ist hier sinnvoll.
Bei ec32 gibts dann  0,2-0,3 moddus und noch mal 200g ccc. Je nach infektionslage werden fungizide mitgenommen blattdünger ist auch dabei.

Zum fahnenblatt wird mit etephon gekürzt 0,15 - 0,2 . Hier kommen dann wieder fungizide dazu wie ampera oder gladio usw auf carboxamide versuche ich zu verzichten. Blattdünger und spurenelemente sowie harnstoff sind sowieso dabei.
.
Zur ährenbehandlung gibts dann nur mehr 0,5 prosaro + 0,25 folicur plus bittersalz.

Insektizide werden jedes mal mitgenommen wenns die tageszeit erlaubt. Anfangs bulldock zum schluss sumi pro oder alpha.

Grundsätzliches zur wachstumsreglern: moddus wirkt gut bei intensiver sonnenstrahlung. Meddax top turbo ist witterungsneutral.
Etephon kürzt auch die ährchen ein daher sparsam max 0,2l je anwendung. CcC ist erst ab 400g eine wirkliche kürzung und ist am sinnvollsten mit moddus oder calma gemischt ausserdem wirkt es stark trieb erhaltend also in zu dichten beständen nicht einsetzen.
« Letzte Änderung: 15. Februar 2015, 12:25:59 von Misches » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 16. Februar 2015, 20:37:38 »

mit solchen insektiziedstrategien sind probleme in der weiteren fruchtfolge vorprogrammiert.
auch der fungizideinsatz ist aussergewöhnlichb hoch.
die aufwendungen insgesamt würde ich als bedenklich einschätzen...
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« Antworten #9 am: 16. Februar 2015, 23:18:31 »

Angst vor Blattläusen?
Die Fungizidstrategie kenne ich aus Gegenden, die sehr enge Weizen Fruchtfolgen auf Hochertragsstandorten mit feuchter Witterung fahren.
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« Antworten #10 am: 17. Februar 2015, 08:15:22 »

Mir ist die Strategie von Misches auch nicht zu schwach...

Probleme in der Nachfolgekultur sehe ich da jetzt am ersten Blick keine... Solange da nicht direkt reingefahren wird... Sollte er Raps etc nachbauen muss er sowieso min 1 mal eher tief grubbern und dann hats das, vl. ackert er sogar danach...

Aber mit dem starken Insektizideinsatz bin ich etwas irritiert... Muss das denn sein?
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Klaus
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« Antworten #11 am: 17. Februar 2015, 08:32:13 »


Bei ec32 gibts dann  0,2-0,3 moddus und noch mal 200g ccc.

Moin Misches,

ist CCC in Ö noch erlaubt in Stadium 32?


Gruß
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« Antworten #12 am: 17. Februar 2015, 08:50:21 »

Nö genaugenommen im Stadium 32 nimma erlaubt, bei Winterweizen 21-31 und bei Sommerweizen 21-29.

Misches muss mit seiner Strategie sowieso aufpassen. Wenn er das nem Kontrollor auf Aug drückt hat er ein Problem.
Hab grad weils mir e komisch vorkam noch mal genau nachgelesen und CCC darfst auch je Vegetationszeitraum nur 1x einsetzten, Splitting ist hier offiziell nicht erlaubt, weiß aber nicht ob das dann in der Praxis anders ausschaut.

Bei uns wird CCC nur 1x angewendet.


Denke aber grad bei CCC wird e nicht gespart und weils verhätnismäßig günstig ist wirds auch großzügigst ausgebracht,
den riesigen Wirkeffekt hats meiner Meinung nach e nimma gscheit
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« Antworten #13 am: 17. Februar 2015, 09:05:56 »

CCC wird in der Wirkung nie nachlassen. Wie denn auch? Ein verändertes Verhalten bekommst du nur züchterisch hin.

Wie du sagst, wird es oft sehr intensiv eingesetzt. Man sieht es dann an den Beständen. Die fallen garantiert nicht mehr um. Zwinkernd
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« Antworten #14 am: 17. Februar 2015, 11:37:28 »

mit solchen insektiziedstrategien sind probleme in der weiteren fruchtfolge vorprogrammiert.
auch der fungizideinsatz ist aussergewöhnlichb hoch.
die aufwendungen insgesamt würde ich als bedenklich einschätzen...

wir sind ein hochertragsstandort mit hohen Niederschlägen da ist eine 2 fach Strategie minimum

zum CCC wird im Stadium 31-32 gefahren da der ganze bestand nie 100% gleich weit ist.

Zum Funghieinsatz wir fahren mit sehr niedrigen Aufwandmengen und ich versuche meist vor Infektionsereignissen dran zu sein, das heisst wenn der Wetterbericht regen meldet dann schau ich, dass ich mit vernünftiger Vorlaufzeit noch meine Bestände schütze.

Zum insektizideinsatz Thripse, Getreidehänchen, Blattläuse ich glaube da ist alles gesagt.

wenn man so wie bei uns im durchschnitt der jahre immer 9-10t Weizen und Gerste drischt muss man bei der Kulturführung etwas intensiver arbeiten
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