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Autor Thema: Getreideernte 2014  (Gelesen 23804 mal)
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gerlsepp
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« Antworten #15 am: 10. Juli 2014, 00:04:15 »

Eigenmechanisierung in welcher Art und Weise?
Ein Mähdrescher, der in der Anschaffung vl nur ein paar Tausender gekostet hat, kann unter Umständen besser sein als der neueste größte und beste Lexion und Co.
Eigenmechanisierung wird meistens sehr subjektiv und emotional gewählt bzw. hängt sehr von der Betriebsform ab.
Diese Verlustanzeige ist auch ein gutes Thema.......  Lächelnd
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« Antworten #16 am: 10. Juli 2014, 09:12:16 »

Eigenmechanisierung muss jeder für sich rechnen.

Bei uns haben 500ha Betriebe Lohner am Laufen, weil sie bei uns zur Genüge zur Verfügung sind.

Die Eltern meiner Freundin haben sich bei 10ha selbst nen Drescher um ein paar Tausender gekauft (Mercator) um von den Lohnern nicht so abängig zu sein, da diese in ihrem Gebiet immer sehr spät und unzuverlässig auftauchen, und da oft schon ein wenig früher gedroschen werden könnte..
In dem Fall absolut verständlich...

Die Gutsbetriebe brauchen in kurzer Zeit extrem hohe Schlagkraft, das können oft nur Lohner leisten geschweige denn dass man da so schnell nur für die Ernte keine guten Fahrer findet, welche mit den Dreschern auch gut umgehen können..
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« Antworten #17 am: 10. Juli 2014, 09:17:43 »

was meinst du mit verlustanzeige? wenn sie auf fast jedem Schlag mittels Prüfschale neu kalibriert wird ist es sicher besser als wenn gar keine drauf ist.

Wenn ich von meinen Betrieb her nehme mit ca 30ha Getreide und 20ha Körnermais bezahle ich für die gesamte Ernte keine 6000€ im jahr ein Drescher samt Maisausrüstung kostet für mich wenn auch gebraucht mindestens 50000€ in der Anschaffung, dann habe ich aber nicht die neue top Maschine mit der der Lohndrescher kommt sondern eine mindestens 15 jahre alte "Reitern" in die ich nebenbei warscheinlich im Winter noch zahlreiche Arbeitstunden investieren muss um sie am laufen zu halten.
Weiters bin ich nicht mehr so schlagkräftig bei der Ernte und habe 2 Arbeitskräfte für die Ernte gebunden aktuell komme ich alleine ganz gut zu recht und der senior fährt meistens schon mit dem Striegel oder dem Mulcher hinter dem Drescher her.

So lange mein Lohndrescher so eine top arbeit macht kommt für mich eigenmechanisierung nicht in Frage.
Ausserdem glaube ich nicht, dass ich mit dem Drescher so gut umgehen kann bzw den Drescher so gut einstellen.
Den Dreschen und Ernten sind zwei verschiedene Sachen.
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gerlsepp
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« Antworten #18 am: 10. Juli 2014, 16:17:16 »

So wie benji schon gemeint hat. Eigenmechanisierung muss jeder für sich selbst rechnen. Bei uns in der Gegend ist punkto Lohndrusch irgendwie eine Wüste...... Passt nicht, geht nicht, funkt nicht....... Die zuverlässigen sind leider abgebrannt und ausgestiegen. Zur zeit eher Nachbarschaftshilfe...... Für die kleinen Flächen Haben die Lohner bei uns "keine zeit"..... Und wenn die zeit haben, naja.....

Zur Verlustanzeige, bin da eher Old School - Cabrio!
Kenn mich da nicht so genau aus. Wie funktioniert die Anzeige? Auf Grund der Einstellung bzw der Eingabe der gemessenen Verluste.
Weiß nur, dass was ich sehe und bei manchen Lohner sieht man nach der ersten bodenbearbeitung schön das ausfallgetreide aufgehen......
Messen und kalibrieren, ha ha ha ha ha......... Noch nie Life gesehen... Meinst du mit prüfschale schon die auffangwanne? Wo dann ermittelt wird wieviel pro m2 bzw. pro ha verloren geht...

Ist gut, dass bei dir die Verhältnisse Passen, kannst froh sein.
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benji88
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« Antworten #19 am: 10. Juli 2014, 16:36:08 »

Verlustanzeige?

Damit nimm ich an ist die Leiste hinter den Schüttlern gemeint, da wo auch der Feinbesatz hinten raus kommt.

Bei Claas funktioniert das GLAUBE ICH so:

die Körner sind schwerer als der Feinbesatz, fallen also gleich hinter dem letzten Schüttler-Sieb der Schwerkraft folgend hinunter. Da drunter ist dann ne "Leiste" wo sie "aufschlagen", irgendwie mag diese Leiste diese "Aufschläge" messen und weis somit, wieviele Körner da ca. hinten rausfallen.

Allerdings ist das immer mit Vorsicht zu genießen:

Es gibt Leute, die sehen: oh, da ist Verlust, geht nicht, muss 0 sein!

Dann beim Abliefern die große Überraschung: Die Fuhre ist kaum was Wert...

Erklärung: da hinten kein Verlust ist, kommt natürlich auch das Schmachkorn und ein wenig mehr Feinbesatz in den Tank, was aber hinten raus sollte, somit fällt hier zumeist das Hektolitergewicht in den Keller...
Also sind "Verluste" immer relativ... ist das Jahr schlecht was HL-Gewichte betrifft bzw. das Erntegut sehr schwach muss man immer Entscheiden zwischen Qualität und Quantität. Und die Lohner treffen diese Entscheidung immer sehr ungern, da sies dann grundsätzlich falsch machen  Grinsend

Somit bin ich immer dafür das sich der LW nicht nur hintern Drescher nachgeht und jedes verlorene Korn bejammert sondern auch im Tank das Erntegut beachtet.

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benji88
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« Antworten #20 am: 10. Juli 2014, 16:46:45 »


Weiß nur, dass was ich sehe und bei manchen Lohner sieht man nach der ersten bodenbearbeitung schön das ausfallgetreide aufgehen......


Da würd ich nicht immer pauschal dem Lohner schuld geben,

wenn kurz vor der Ernte wo alles schon krachdürr ist noch ein stärkerer Wind kommt (speziell bei Raps), dann beutelt es schon mal ein paar Körner raus. und das schaut dann nachn 1. Grubbern fatal aus so als ob der Drescher das alles rausgehauen hat.

Richtig sehen tut mans da wo ZWISCHEN den Reifenspuren des Dreschers im Verhältnis zum Rest des Ackers viel mehr Ausfallgetreide aufgeht, da hat der Kollege vom Lohner dann den Hydrohebel wohl weit vorne gehabt...

Aber vergessen darf man auch nicht: Auch ein großer Teil vom Schmachkorn ist sehr wohl noch keimfähig, und in nem schlechten Jahr und einem gut eingestellten Drescher muss der halt auch viel Schmachkorn rausbringen und wenn das dann aufgeht glauben viele das das bestes Korn ist...

Also im nachhinein bin ich da sehr vorsichtig geworden mit Beschuldigungen des Lohners...
Wenn dann direkt bei der Ernte meckern, im Nachhinein lässt sich leicht schimpfen  Zwinkernd

Ist hier auf keinen Fall Kritik, bitte nicht falsch verstehen, aber auch ich war schon in so ner Situation...
Und leider muss man auch sagen, manchen Lohnern, besonders den "talentierten" Fahrern muss man halt auf die Finger schaun, weils ihnen sonst wurscht ist was sie hinten raus hauen
« Letzte Änderung: 10. Juli 2014, 16:48:57 von benji88 » Gespeichert
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« Antworten #21 am: 10. Juli 2014, 16:58:51 »

zur Verlustmessung habe ich hier noch eine genaue Erklärung vom Patent gefunden (wems interessiert):

http://www.patent-de.com/20020808/DE10103829A1.html
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« Antworten #22 am: 10. Juli 2014, 18:19:39 »

Mein lohndrescher ist kein klassischer lohnunternehmer sondern ein landwirt mit 2 top dreschern der damit ausfährt.

Und ja es wird bei fast jeden schlag mal die prüfschale abbgeworfen und die anzeige danach kalibriert 1% ausfall ist normal und absolut tollerierbar.

Zum thema cabrio ich hab wirklich keine lust mehrere tage pro frucht zu dreschen dafür gibts im stall eindeutig zu viel arbeit.
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« Antworten #23 am: 10. Juli 2014, 18:23:39 »

Auch eine Verlustanzeige muss kalibriert werden und das geht ohne Verlustschale nicht. Eine Verlustschale braucht es aber auch ohne Verlustanzeige und gehört sowieso irgendwo zur Grundausstattung.

das, was am Acker aufläuft, sieht meistens schlimmer aus, als es ist. Muss man ja nur mal überlegen, wenn man sät sind so um die 240 Körner pro m² und was da draus wächst, sind dann 24.000 Körner pro m²!!!
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« Antworten #24 am: 10. Juli 2014, 22:35:02 »

Danke für die Erklärung und den Link.
Sensorierung durch die Aufschlagskraft, eigentlich eine super Sache.

Das Verluste eingerechnet werden müssen ist mir klar, sonst kommt nur klump in den Tank (wie bereits erklärt).

Wie ich vom Ausfallgetreide gesprochen habe, hab ich schon gemeint, die Spur zwischen den Rädern. Bei manchen siehts aus wie ein fertigrasen und das ist subjektiv für mich zu viel. Was daran schuld hat und wie die Verhältnisse sind (Schmachkorn) kann ich nicht sagen.

Das die Cabrios verschwinden ist mir auch klar. Denn ob man den Betrieb im Nebenerwerb betreibt, andere Standbeine hat oder Tierhaltung betreibt kommt auch noch zu jedem seiner Entscheidung hinzu. Jeder Landwirt muss für sich selbst entscheiden, wie er seinen Betrieb führt. Ich glaube, da gibt es keine Faustregel oder Berechnungsschema.

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Klaus
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« Antworten #25 am: 11. Juli 2014, 07:46:35 »

Und ja es wird bei fast jeden schlag mal die prüfschale abbgeworfen und die anzeige danach kalibriert 1% ausfall ist normal und absolut tollerierbar.

Auch eine Verlustanzeige muss kalibriert werden und das geht ohne Verlustschale nicht. Eine Verlustschale braucht es aber auch ohne Verlustanzeige und gehört sowieso irgendwo zur Grundausstattung.

Moin,

vertraut ihr der Prüfschale wenn ihr sie zum kalibrieren benutzt, oder habt ihr diese selbst schon mal überprüft, bzw. kalibriert?


Gruß
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« Antworten #26 am: 11. Juli 2014, 08:18:53 »

Moin,

vertraut ihr der Prüfschale wenn ihr sie zum kalibrieren benutzt, oder habt ihr diese selbst schon mal überprüft, bzw. kalibriert?


Gruß
Klaus

 Huch

Das trau dich mal nen Drescherfahrer während der stressigen Ernte fragen....  Lächelnd
Die sollte wohl noch geeicht sein, kostet ja nix... Ich würd wenn schon wer mit Prüfschale bei fast jedem Schlag rauskommt dann mal dem Kollegen vertrauen, viele machen das ja gar nicht (ist bestimmt nicht die Regel) und dann noch fordern das der die Schale "eichen" sollte ist dann wohl zu viel verlangt... Besser selber mitn gesunden Auge drüber schauen ob das sein kann, mal in den Tank geschaut und ob er hinten volle Körner raus kommen und dann ists auch schon gut find ich...
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« Antworten #27 am: 11. Juli 2014, 09:14:48 »

Hallo Klaus,

die Verlustschale ist ja zum einen nur erst mal dazu da, die Verluste irgendwie aufzufangen (das ist das wichtigste!) und dann halt schnell irgendwo mal nen Basiswert zu bekommen. Dann Maschine einstellen und noch mal prüfen. Die Veränderung, die man hier feststelle, ist relativ aussagekräftig. Ist ja auch ein Relativwert. Zur Tätigung absoluter Aussagen ist sie in meinen Augen nur bedingt geeignet, weil die Kästchengröße auch nur einen Mittelwert angibt.
Aber was ist die Alternative? Die meisten Betriebe wissen weder, wie viel to/ha sie exakt ernten, noch, wie sich dieser Ertrag zusammensetzt.

Will man es ganz genau machen/wissen, wird man nicht umher kommen, Halme/m², Kö/Ähre und TKG zu ermitteln. 
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« Antworten #28 am: 11. Juli 2014, 09:45:59 »

Moin,

vertraut ihr der Prüfschale wenn ihr sie zum kalibrieren benutzt, oder habt ihr diese selbst schon mal überprüft, bzw. kalibriert?


Gruß
Klaus

Das ist ungefähr so eine Frage wie habt ihr schon mal euer Maßband kalibriert oder vertraust du deinem Meßbecher mit dem du deine Pflanzenschutzmittel abmisst?
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« Antworten #29 am: 11. Juli 2014, 10:58:38 »

Na na. Das Maßband ist recht genau, der Messbecher teilweise sehr genau. Denke mal an Spritzen in der Medizin, die basieren auf dem selben System.
Bei der Verlustschale versuchst man durch eine sehr kleine Flächenmessung die Masse zu bestimmen und das ist einfach irre schwierig.

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