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Autor Thema: Klimakiller Landwirtschaft  (Gelesen 12445 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Seppo
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« am: 08. Januar 2008, 19:04:40 »

Hallo

Heut gabs im Ö1 einen kurzen Beitrag über eine Studie die Greenpeace in Auftrag gegeben hat. Die Studie sollte die Auswirkungen der Landwirtschaft auf das Klima, im Besonderen den Ausstoß von Klimaschädlichen Gasen (co2, lachgas, methan), untersuchen. Der schottische Wissenschaftler kam zu dem Schluss das die Landwirtchaft für ca 30% der klimaschädigenden Gase verantwortlich ist.
Hauptgründe dafür sind die Massentierhaltung, Überdüngung, Abholzung von Regenwäldern zur Gewinnung von Ackerflächen, Humusabbau durch Monokulturen (Mais) und so weiter.

hier noch ein artikel aus dem Standart: http://derstandard.at/?url=/?id=3174119

Was haltet ihr davon?

mfg
josef
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« Antworten #1 am: 08. Januar 2008, 19:18:12 »

Dass in der Landwirtschaft sehr viele klimaschädliche Stoffe erzeugt werden, stimmt ganz gewiss. Nur, in welchen Bereichen der Landwirtschaft diese hauptsächlich erzeugt werden und was man dagegen tun kann, diesbezüglich bin ich überwiegend anderer Meinung.

Ich glaub´ zB nämlich nicht, dass die Produktion von Rindfleisch hier in Westösterreich um so viel klimaschädlicher ist als die Gemüseproduktion in Spanien.
Und kann man ja auch ne Menge tun, umlandw. Produkte klimafreundlicher zu machen. Gestern im Chat haben wir zB über Ammonium als Dünger gesprochen. Die Verwendung dessen wäre ein Ansatz zum Klimaschutz. Und noch viel mehr ist die Direktsaat ein ganz hervorragender Klimaschützer.
Wenn ich´s richtig im Kopf habe, nimmt auch Mais sehr viel Co² auf. Könnte sogar ein Nullsummenspiel sein, wenn man den klimafreundlich anbaut.


Viele Grüße

Thomas
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"Ich sehe, Du bist ja ein Wolf" - "Oh ja, ein Wolf, und werde niemals ein Hund für Euch werden".
stefanf
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« Antworten #2 am: 08. Januar 2008, 20:22:50 »

hehe. dass ich nicht lache. bald fangen demos an gegen die landwirtschaft Spinnst du??

aber irgendwie sind die bauern immer an allem schuld
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Franz
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« Antworten #3 am: 08. Januar 2008, 20:33:13 »

da muss ich dir recht geben!

hab mal gehört, dass die landwirtschaft CO2 neutral arbeitet!
wie gesagt, NUR GEHÖRT.
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15er Steyr
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MF 6180

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« Antworten #4 am: 08. Januar 2008, 21:18:24 »

hehe. dass ich nicht lache. bald fangen demos an gegen die landwirtschaft Spinnst du??

aber irgendwie sind die bauern immer an allem schuld

Da bin ich genau deiner Meinung!
Ein Beispiel: einerseits heißt es biologisch arbeiten, Gülle ausbringen und andererseits heißt es die Bauern verseuchen das Grundwasser.
Und zum Thema co2: auch wenn die Bauern villeicht viel produzieren, was sollen wir den machen? mit dem Pferd ackern?? Huch
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magnum9250
Gast
« Antworten #5 am: 08. Januar 2008, 21:28:46 »

hi

genau dasselbe habe ich heute in kronehit radio auch gehört.

ich denke die suchen nur den schludigen damit wieder jemand
da ist auf dem man rumhacken kann, jetzt is es halt wieder die landwirtschaft. bse und vogelgrippe hört man nichts von der politik hört man auch nichts weltbewegendes so ist einmal der, anderes mal dies drann.
die ganzen studien kann man ja sowieso nicht voll nehemen!
« Letzte Änderung: 08. Januar 2008, 21:31:55 von magnum9250 » Gespeichert
kilo
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« Antworten #6 am: 08. Januar 2008, 22:36:14 »

Hallo allerseits,

Die Story wurde, wie üblich bei so komplexen Sachen, verkürzt dargestellt und dann selbstverständlich tendentiös von ""Experten"" mit Schlagzeilen - Aussagen gespickt, auf die sich jeder seinen eigenen Reim machen kann - schließlich braucht auch der Greenpeace - Apparat viele viele Gelder, um so medieneffizient zu agieren... Da muss man den edlen, idealistischen Spendern schon was bieten, um weiter geliebt zu werden  :-)   
Wahrscheinlich sollte man in der LW nicht nur die Energieeffizienz seiner Arbeiten hinterfragen, sondern auch, wie das Greenpeace so effizient aufzieht und die Kampagne gestaltet !

Hier die Originalaussendung von Greenpeace Österreich, am Schluß ist der direkte Hinweis auf die Schottische Studie, die viele für die Medien direkt verwertbare Graphiken enthält und selbstverständlich mit einer Unmenge von Literaturzitaten aufwartet, um die Seriosität zu untermauern - aber wer sich wirklich dafür interessiert, bitte die Quelle lesen !
es gibt eine deutsche Zusammenfassung sowie, knapp 600 kb groß, die "ganze" Studie sowie Zusammenfassung in Englisch.
mbG, Kilo

--------------- Zitat APA - OTS - Aussendung: ----------------
Greenpeace: Studie entlarvt Landwirtschaft als Klimakiller

Utl.: Überdüngung, Rodungen und Tiermast tragen massiv zum Klimawandel bei =

   Wien/Amsterdam (OTS) - Die globale Landwirtschaft ist einer der größten Verursacher klimaschädlicher Treibhausgase. Zu diesem Schluss kommt die heute von Greenpeace veröffentlichte Studie "Cool Farming".

Vor allem die Überdüngung, aber auch die zunehmende Waldrodung, der sinkende Humusanteil im Boden und die intensive Tiermast sind in der Landwirtschaft die Hauptverursacher klimaschädlicher Gase wie CO2 (Kohlendioxid) und N2O (Lachgas). Schätzungen zufolge gehen zwischen 17 und 32 Prozent aller von Menschen verursachten Treibhausgase auf das Konto der globalen Agrarwirtschaft.

"Die Schlechte Nachricht ist, dass die industrielle  Landwirtschaft einer der Hauptverursacher des Klimawandels ist und die verursachten Umweltschäden bereits im Roten Bereich liegen", so  Greenpeace- Klimaexperte Jurrien Westerhof, "Die gute Nachricht ist, wenn sofort Gegenmaßnahmen gesetzt werden, kann die Landwirtschaft sogar einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten."

Die Studie "Cool Farming" wurde von Pete Smith, Hauptautor des letzten Berichtes des UN-Weltklimarates UNIPCC und Professor an der Universität Aberdeen (Schottland),  im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace erstellt. "Cool Farming" ist die erste Studie, die detaillierten Aufschluss über die direkten und indirekten Einflüsse der Landwirtschaft auf den Klimawandel gibt. Zudem finden sich in der Studie auch einfach umzusetzende Lösungen, um dem derzeit vorherrschenden Trend entgegen zu wirken.

Vor allem der hohe Energie- und Chemikalieneinsatz gilt im Agrarbereich neben der Waldrodung, dem sinkenden Humusanteil in den Böden und der Tiermast als Hauptverursacher von Treibhausgasen. Die Studienautoren schätzen den Ausstoß an CO2-Äquivalenten durch die Landwirtschaft auf einen Wert zwischen 8,5 und 16,5 Milliarden Tonnen  pro Jahr. Mit 2,1 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalenten hat der übermäßige Einsatz von Dünger dabei den größten Anteil. Durch die Überdüngung der Felder entsteht vor allem Lachgas (N2O), das in etwa dreihundert Mal so klimaschädlich ist wie CO2.

"Gerade die Überdüngung mit Stickstoff ist sehr problematisch, weil dadurch äußerst schädliche Lachgas-Emissionen entstehen. Es braucht hier strenge Richtlinien, damit Dünger nicht in zu hohen Mengen verwendet wird", so Westerhof, "Weitere Maßnahmen sind nötig, damit der Humusanteil im Boden erhöht wird. So kann der Boden zum CO2-Speicher werden, statt zu einer CO2-Quelle, wie es derzeit zum Beispiel beim Maisanbau oft der Fall ist. Letztendlich muss aber auch der weltweite Fleischkonsum reduziert werden." Greenpeace fordert abschließend, dass jegliche Subventionen für umwelt- und klimaschädliche landwirtschaftliche Praktiken sofort gestoppt werden.

Die Studie in englischer Sprache zum Download:
http://www.greenpeace.at/coolfarming

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Nico
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« Antworten #7 am: 11. Januar 2008, 21:31:06 »

hehe. dass ich nicht lache. bald fangen demos an gegen die landwirtschaft Spinnst du??

aber irgendwie sind die bauern immer an allem schuld
Moin
da hast du wirklich recht,ich glaube manchen (jungen) Leuten ist es gar nicht bewusst,dass sie
ohne die Landwirtschaft nicht leben könnten.Manche,die sich extrem cool vorkommen,benutzen
das Wort Bauer,als Schimpfwort Spinnst du?? Spinnst du??.Da könnt ich immer zuviel kriegen,wenn ich
solche Aussagen höre,wie:Scheis Bauern,zu nichts nutz,und noch vieles anderes.Die das sagen
haben wirklich von nix Ahnung!
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Seppo
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« Antworten #8 am: 11. Januar 2008, 21:42:37 »

Hallo
Meiner bescheidenen Meinung nach haben alle diese Probleme nur eine Ursache: Überbevölkerung.
mfg
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Nico
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« Antworten #9 am: 11. Januar 2008, 22:06:54 »

Hallo
Meiner bescheidenen Meinung nach haben alle diese Probleme nur eine Ursache: Überbevölkerung.
mfg
josef
Ja das stimmt ist bloß die Frage wie man dieses Problem löst ?Wahrscheinlich gibt es für dieses Problem
keine vernünftige Lösung..... Grinsend  Grinsend man müsste den Mond besiedeln Grinsend Grinsend.....

Gruß
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