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Autor Thema: Empfehlungstabellen Yara N Tester  (Gelesen 14484 mal)
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Jungbauer
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« am: 30. Mai 2012, 13:16:52 »

Hi Leute,

hat jemand ne Ahnung wo ich die Empfehlungstabellen für die Messwerte mit dem YARA N Tester her bekomme? Die Sortenkorrekturwerte sind ja bei der Ages im Download Portal, die eigentlichen Empfehlungstabellen habe ich aber leider nirgends gefunden.
Hat die jemand vielleicht in aktueller Form? Haben heute gemessen und leider für Sommerdurum keine Empfehlungstabellen bzw. für Winterweizen nur sehr alte (ev. gibts da ja schon neuere Tabellen). Eigentlich sollte es für WW und Sommerdurum eigens für Österreich Empfehlungstabellen für das Trockengebiet geben...
Wäre echt dankbar für nen Link od. Hinweis!!
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mfg
Jungbauer
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« Antworten #1 am: 30. Mai 2012, 17:36:59 »

Hallo!

Gibt es bei http://www.yara-n-tester.de/ nix für's Trockengebiet?

Ich glaub die Tabellen sind bei der Umstellung der Homepage der AGES abhanden gekommen. Also mal ein nettes Mail hinschicken.
Zitat
Die aktuellen Empfehlungstabellen werden in den Medien veröffentlicht und sind ebenfalls auf der Homepage der AGES (www.ages.at) abrufbar.
Steht in den Richtlinien für die Sachgerechte Düngung zu dem Thema.

Gruß,
Luc
« Letzte Änderung: 30. Mai 2012, 18:05:17 von LuRa1404 » Gespeichert
kilo
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« Antworten #2 am: 30. Mai 2012, 18:53:49 »

Grüß Euch,

siehe:

http://www.ages.at/uploads/media/N-tester_sortenkorrekturwerte2012.pdf

(eine Zeile)

der link hat grad noch funktioniert !

mbG, kilo
 

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LuRa1404
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« Antworten #3 am: 30. Mai 2012, 19:00:52 »

Danke kilo,

diese Tabelle haben wir nun alle drei gefunden. Was uns abgeht sind die Empfehlungstabellen (edit: oder die Graphiken, wie sie für Winterweizen in dem Dokument enthalten ist) für die Düngermenge.

Aber ich bin sicher du weißt auch wo die aufzutreiben sind.

Gruß,
Luc
« Letzte Änderung: 30. Mai 2012, 19:04:36 von LuRa1404 » Gespeichert
Jochen
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« Antworten #4 am: 30. Mai 2012, 19:08:30 »

Habt ihr schon bei Yara oder der Ages direkt nachgefragt?

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kilo
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« Antworten #5 am: 30. Mai 2012, 22:13:27 »

Ah, es geht also um ein Gerät von "vor 2011" !?

Die Grundtabellen dürften (aus welchen Gründen auch immer) nicht mehr so leicht im www zu finden sein.
Normalerweise sind sie beim Gerät beigelegt, gehen quasi als Bestandteil mit auf die Reise z.B. von Lagerhausfiliale zu Lagerhausfiliale...

falls nicht, sollte z.B. die RWA- Fachabteilung Düngemittel unter
Tel. 05 9920 990 3180 erreichbar sein ((Nicht verifiziert, die Nummer stammt von vor ein paar Jahren..)).

Die "Linzer" haben mal relativ niedrige, für Österreich geltende Stufen nach den Erfahrungen der AGES (Dr. Dersch) publiziert, der Autor kennt das Gerät bestens..:

http://www.linzeragrotrade.com/at/duengeberatung/n-tester/pflanzenanalyse-mit-n-tester.html?lang=0

(nach unten scrollen)

beim neuen Gerät sind die Werte ja über USB für registrierte Nutzer "updatebar".

siehe: http://www.n-tester.de/files/downloads.php

Mir ist heuer aufgefallen, dass die Werte auf "wenige" Meter je nach Boden oder sogar Bodenbearbeitungsunterschied bzw. Verdichtung sehr stark schwanken können
Und dass es so manch dünne Bestände gibt, die über 700 "Ablesewert" anzeigen..

Und bei allen Ablesewerten nicht vergessen: ist die letzte N - Gabe überhaupt schon zur Wirkung gekommen? (= zeigt das Gerät die "echten" Werte oder schaun die vielleicht in einigen Tagen, falls doch noch ein 20+ mm Gewitter oder die Mo/Di Regenfront ausgiebig kommt, wieder ganz anders aus?)

mbG, Kilo
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« Antworten #6 am: 30. Mai 2012, 22:51:01 »

Manches lässt sich halt nicht so einfach messen. Zwinkernd
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Jungbauer
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« Antworten #7 am: 30. Mai 2012, 23:03:06 »

Um mal Licht ins Dunkel zu bringen:
1.) Ja, es handelt sich um ein Gerät von vor 2011 - also noch ohne direkte Düngeempfehlung
2.) Das Gerät ist im Besitz der LK und nicht mal die haben die letzt gültigen Empfehlungstabellen bzw. haben sie für Durum überhaupt keine.
Der Link auf die Linzer Seite ist gut, aber leider findet man dort nur eine allgemeine Tabelle. Es gibt aber für jede Kultur (WW, Roggen, ...) eigene Tabellen.
Als erst habe ich das Internet durchforstet. Auf der AGES Seite habe ich dann die Sortenkorrekturwerte für 2012 gefunden. Danach habe ich bei YARA angerufen und die nette Dame am Telefon hat mir sofort die Tabellen geschickt. Leider haben die aber natürlich nur die Wertetabellen für Deutschland. Auf diesen steht weder für welches Ertragsziel noch für welche Proteingehalte diese Empfehlungen gelten. Somit leider völlig wertlos. Danach habe ich bei der AGES angerufen und mal nachgefragt. Dort hat man mich, surprise surprise, an Hrn. Dr. Dersch verwiesen. Irgendwie scheint es, als ob dort niemand sonst was weis. Immer wenn ich da anrufe werde ich an Hrn. Dr. Dersch verwiesen, welcher immer wenn ich am Nachmittag anrufe leider nicht mehr im Haus ist. Werde also morgen dort nochmals anrufen und ihn fragen wo ich die Werte / Tabellen her kriege. Die österr. Tabellen können nur von der AGES kommen. Den Hinweis in der Sachgerechten Düngung von der AGES habe ich natürlich auch gelesen. Leider findet sich auf der HP der AGES nur leider nix.
So wie ich das aus dem Sortenkorrektur-PDF rauslese, gibt es für Österreich eigene Tabellen für WW und seit neuestem auch eigene Tabellen für Durum, basierend auf Versuchsergebnissen der AGES im pannonischen Trockengebiet. Wenn Hr. Dersch welche hat und sie mir zukommen lässt werde ich diese hier „mit euch teilen“, falls noch andere Interesse daran haben. Leider gibt es diese Karten nur für eine Ertragserwartung von 6,5to/ha bei einem Rohproteingehalt von 14,5%. Aufgrund der geringen Ertragserwartung heuer bringen diese Tabellen auch noch kein zufrieden stellendes Ergebnis. Weiters möchte ich, wenns schon wenig Ertrag wird diesen wenigstens als Premium abliefern, also über 15% Protein kommen. Ich werde Hrn. Dr. Dersch diesbez. mal fragen wie sie diese Daten errechnen und wie dies auf ein eigenes Ertragsziel bezüglich dt/ha und Protein übertragbar / umrechenbar ist. Mal sehen ob Hr. Dersch weiter helfen kann. Gebe euch dann auf jeden Fall Bescheid!

Bez. der Interpretation des Messwertes und der Empfehlungen:
Ich habe voriges Jahr auch diese Messungen durchgeführt und überall die empfohlene Menge ausgebracht. Fakt war, dass danach durchwegs alle Weizenerträge unter 14% Protein waren und so nicht mehr als Qualitätsweizen verkauft werden konnte. Im vorigen Jahr hatte die Qualitätsdüngung noch genug Regen bekommen und war auch rechtzeitig gefallen um noch ins Korn zu gelangen. Es war halt doch einfach zu wenig…
Heuer ist es noch schwieriger die Messresultate zu deuten. Wie hier schon gesagt wurde, kann man heuer nie genau wissen ob schon alles aus der 2. Gabe aufgenommen wurde. Dies scheint vor allem dann nicht der Fall zu sein, wenn man bei der Messung, wie heute passiert, noch Düngekörner der 2. Gabe am Boden findet! Ich denke aber, ich werde heuer eher auf Nummer sicher gehen um auf jeden Fall das Ertragsziel Premiumweizen zu erreichen! Der finanzielle Verlust bei der Ernte von Futterweizen im Vergleich zu Premiumweizen ist derart hoch, dass eine gewisse „Sicherheitsdüngung“ m.E. nach als wirtschaftlich sinnvoll zu klassifizieren ist. Verliere ich bei einem Schlag mit 40dt Ertrag beim Protein von über 15% auf unter 14% so verliere ich pro Tonne rund 30 Euro – also in Summe 120 Euro am ha! Um dieses Geld kann ich 440kg KAS streuen. Der finanzielle Verlust wäre also enorm. Bei den derzeitigen Ertragserwartungen ist Premiumweizen bei uns normalerweise kein Problem, sofern die N Menge stimmt. Werde daher wohl lieber riskieren, etwas mehr als die Empfehlung zu düngen und im schlimmsten Fall die Überdüngung mit ner ZF auffangen.
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mfg
Jungbauer
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« Antworten #8 am: 30. Mai 2012, 23:52:46 »

Du könntest als Folgefrucht irgendeinen N-Zehrer wi Raps oder eine Zwischenfrucht einplanen. Dann wäre der N, im Fall des Falles, nicht umsonst gedüngt.
Glücklich sind die, die Unterfuß düngen können.

Mit deinem Problem bist du heuer aber absolut nicht allein.
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« Antworten #9 am: 31. Mai 2012, 00:10:16 »

Raps kommt im Folgejahr nur auf einen einzigen Schlag. Auf 50% der restlichen Schläge stand im Vorjahr Raps, somit fällt der dort auf jeden Fall aus. Auf den anderen 50% bauen wir keinen Raps da dort sehr häufig im Frühjahr Staunässe vorherrscht, somit fällt der dort auch aus. Allerdings folgen auf alle Flächen wo kein Raps hinkommt, also alle bis auf einen, Sommerungen (Mais bzw. tlw. Durum). Von daher würde eine N-zehrende ZF schon gut rein passen. Für die Strohrotte wäre ausreichend N da und auch die ZF könnte sich hoffentlich gut entwickeln (sofern genug Wasser da ist) und ordentlich Biomasse produzieren die der Mais im Folgejahr auf jeden Fall noch verwerten könnte. Von daher mache ich mir um zu viel N auch weniger Sorgen. Wieviel N noch in etwa nach der Ernte im Boden ist lässt sich anhand der Erträge und mit div. NO3-Teststreifen relativ gut abschätzen. As Abschlussgabe kommt ausschließlich KAS. Wenns weiter so trocken ist mach ich mir auch über Ausschwemmungen keine Sorgen...
Wir haben heuer im Frühjahr sehr verhalten angedüngt und auch die 2. Gabe eher reduziert um bei der Qualitätsgabe noch ordentlich Luft zu haben. Die Messungen zum Schossen mit dem N-Tester ergaben immer 0 Bedarf und die Bestände sehen im Vergleich zu höher angedüngten nicht schlechter aus. Von daher haben wir's wohl heuer ganz gut erwischt und die unzähligen Stunden der Beschäftigung mit dem Thema waren doch nicht ganz umsonst...

Glaub ich gern, dass ich mit dem Problem heuer nicht alleine dastehe...
Wie düngt ihr euren Weizen bei der Unterfußdüngung? Alles auf einmal vor der Saat? Bei Teilgaben hättest ja wieder die 2. und 3. Gabe "oben auf"...
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« Antworten #10 am: 31. Mai 2012, 11:35:44 »

So, nun ein wenig rumtelefoniert und hier die Auflösung des Rätsels:
Die AGES (Hr. Dr. Dersch) sagt, diese Empfehlungstabellen kommen nicht von der AGES sondern nur die Sortenkorrekturwerte. Ich möge mich doch an die Firma Linzer Agro Trade wenden, welche die Empfehlungstabellen für den österreichischen Markt macht. Gasagt getan, hab ich bei den Linzern angerufen und nach dem genannten Herren gefragt. Dieser hat mir dann gesagt, dass die Tabellen die ich suche über die Linzer Agro Trade Seite zu finden sei. Er hat mir gesagt, dass sie zwar die Tabellen machen aber die Werte und Empfehlungen darauf von der AGES kommen...
Irgendwie bin ich jetzt verwirrt. Jeder sagt was anderes...  Augen rollen
Aber wie auch immer, hier der Link auf die Empfehlungstabellen für das Jahr 2012 (hier ist auch Sommerdurum zu finden) - auf "Zum N-Tester" klicken und danach auf "Downloads":
http://www.linzeragrotrade.com/at/duengeberatung/n-tester.html?lang=0

PS: Hr. Dr. Dersch erwiderte auf die Aussage, dass wir mit dem N-Tester messen waren, "Was wollen Sie denn mit den Messresultaten bei der Trockenheit?". Also genau das was ich schon vermutet hatte. Der Einsatz dieses Geräts kann bei der derzeitigen Situation eigentlich nicht mal wirklich als Anhaltswert herangezogen werden. Einzige Ausnahme: Feuchtere Standorte die noch keine Trockenstressreaktionen zeigen. Aus Stickstoffeffizienzgründen meinte er, würde er sagen "Finger weg". Aus Produktionsziel Premiumweizen bzw. Finanziellen Vermarktungsaspekten, wäre ein Einsatz wirtschaftlich zu rechtfertigen. Allerdings mehr als 30kg sollten auch hier nicht appliziert werden um die Gefahr von Zwiewuchs zu vermeiden. Somit bin ich mit der geplanten Menge der N-Düngung genau dort was ich vor der Messung geplant hatte. Höhere Ertragslagen mit 30 N absichern und die Trockenstandorte ohne zus. Düngung. Mal sehen was kommt...
« Letzte Änderung: 31. Mai 2012, 17:29:02 von Jungbauer » Gespeichert

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« Antworten #11 am: 01. Juni 2012, 10:53:36 »

Jede Technik hat ihre Grenzen. Die des N-Testers sind wohl bei den heurigen "Zuständen" evident. Ich frage mich ob dann der N-Sensor auch keine zufriedenstellenden Resultate liefert.

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