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Autor Thema: finanzkrise und die auswirkung auf die landwirtschaft  (Gelesen 69909 mal)
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Tyrolens
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« Antworten #135 am: 03. Dezember 2013, 00:00:30 »

Darum wird's ja nun auch direkt ins Internet verlagert.
Aber natürlich... bis sich Online-Überweisungen durchgesetzt haben, sind einige Jahrzehnte vergangen. 40% aller Weihnachtsgeschenke werden angeblich via Internet bestellt.
Das geht alles langsam aber stetig und irgendwann spüren wir das dann. Frag mal deinen Versicherungsmakler, ob er Angst vor dem Internetvertrieb hat.
Wie hat einer mal gesagt.. bevor die Auslöschung kommt, kommt noch die Flachbildschirmrückseitenberatung.  Grinsend

Wir bräuchten halt irgendwie lauter Spitzenkräfte, um mit dem Innovationsgrad von Samsung oder Google mithalten zu können. Wir tun in diese Richtung rein gar nichts.
Die letzte große Wertschöpfung hatten wir an den Banken. War halt leider eine fiktive.
Ich würde gerne wieder wahre Produktivität sehen.
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Jochen
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« Antworten #136 am: 03. Dezember 2013, 08:54:21 »

Nein Thomas das funktioniert nicht ....

Eine Bank hat das hier Versucht die anderen freut´s besonders eine hatte früher nur 2 max. 3 Leute am Schalter am Vormittag - jetzt meistens 5 und trozdem bilden sich Warteschlangen bei einer doch recht kleinen Bank, weil die andere kein Service mehr bieten
und du hast auch die Möglichkeit trozdem alles selber zu machen, aber wenn du was brauchst hast du einen Ansprechpartner vor Ort ...

Und nicht nur das Service - viele kleine Gewerbetreibende haben gewechselt weil auch Entscheidungsträger vor Ort da sind

und das ist in vielen Bereichen derzeit so
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« Antworten #137 am: 03. Dezember 2013, 09:48:15 »

Jochen, wie geschrieben, steter Tropfen höhlt den Stein.
Du kommst ja auch aus einer größeren Gemeinde, oder? Wenn du sagst, 80% machen ihr Geschäft online, dann sind das noch immer 1.200 Kunden, die zur Bank gehen. Und wir wissen, es sind bei weitem nicht 80% sondern eher so 60%.
Solche Entwicklungen dauern immer etwas länger, vor allem bei Banken ist es ja so, dass eher ältere Semester das Geld haben und die wechseln ungern. Ich sag mal, so ab 60 Jahren aufwärts wird eher selten umgestellt, so bis 30 Jahren wird keiner mehr auf die Idee kommen, solche Dinge nicht online zu machen.
Eben fallen ja langsam die Entscheidungsträger weg. Meine Hausbank wurde unlängst fusioniert. Zwei Direktoren plus das untergeordnete Management arbeiten jetzt einen Bezirk weiter nördlich, übrig geblieben ist das Schalterpersonal.
Aber selbst davor durften die Chefs im direkten Bankgeschäft nicht viel selbst entscheiden. Es gibt ja immer Vorgaben von der Muttergesellschaft oder auch gesetzliche. Das wird immer strenger gehandhabt.

Und genau das ist ja das Problem. Ich sage ja nicht, dass diese Entwicklung gut ist, aber ich denke schon, dass sie unaufhaltbar ist und vor allem zu Beginn zu erheblichen Qualitätseinbußen führen wird, weil eben zum einen das gute Personal weg ist und die neuen System noch nicht ausgereift.

Erleben werden wir das alles noch, keine Sorge.


In der Landwirtschaft haben sind wir da eben schon lange Vorreiter. Ich meine heute, wenn du normal Landwirtschaft betrieben willst, ist das doch überhaupt kein Problem. Es gibt für alles Vorlage, Anleitungen und wenn das nicht mehr reicht, kannst du irgendwelche Berater kommen lassen, die dir dann diese oder jene Maßnahme empfehlen. Nur wirst du damit dann auch nicht mehr über den Stundenlohn eines Mindestlohnbeziehers raus kommen und wehe, du hast ein Problem, das keiner kennt. Dann bist du selbst mit deinen Fachkenntnissen gefragt.

Viele sagen, dass wir keine Gehaltsschere, sondern eine Qualifikationsschere haben.

Zur Krise vielleicht noch: Wir haben ja irgendwie überhaupt keine Inflation mehr, eine gespürte wohl, aber die Zahlen sagen anderes; und das, obwohl die Zinsen echt niedrig sind. Ich frage mich, ob wir uns nicht langsam einer Deflation nähern. Käme diese, könnten wir nicht mal mit mehr mit einer Zinssenkung reagieren. Zur Staatsentschuldung bräuchten wir aber eine Inflation. Bis 10% soll die nicht mal schlimm sein. Soll. Aber eine Deflation wäre der Wirtschaftskiller Nummer eins.
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« Antworten #138 am: 03. Dezember 2013, 13:54:26 »

Landwirtschaft hats immer gegeben und wirds auch immer geben, ist ja schliesslich Nahrungsgrundlage also auch Überlebensgrundlage..

Ich selbst bin kein LW, arbeite aber in der LW und habe meine besten Freunde in der LW. Und am Hungerbrot nagen da die wenigsten... Und bevor mich hier wer steinigt: Ja es gibt auch LWs wos hinten und vorne nicht reicht.

Gründe gibts da viele, aber das ist egal ob LW oder Bauunternehmer oder anderes Gewerbe.

Aber 50% der LW, die mein Gehalt in der Branche kennen sagen, dass sie um dieses Geld nicht mal aufstehen würden...

Und vom Hungerbrot fall auch ich nicht...

Aber grundsätzlich gibts bei uns nur sehr vereinzelt LWs, die merklich kämpfen, da siehts in anderen Sparten weit schlimmer aus...

Eine HErausforderung bleibts da wie dort...

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« Antworten #139 am: 03. Dezember 2013, 14:24:42 »

Zeigt vielleicht auch, dass Geld in der Landwirtschaft nicht alles ist.

Denke noch immer, dass es die meistens viel mehr wurmt, dass ihre Arbeit nicht sonderlich anerkannt wird. Jedenfalls in der älteren Generation. Bei den Jüngeren ist sowieso alles anders.
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« Antworten #140 am: 03. Dezember 2013, 17:02:35 »

Zeigt vielleicht auch, dass Geld in der Landwirtschaft nicht alles ist.

Denke noch immer, dass es die meistens viel mehr wurmt, dass ihre Arbeit nicht sonderlich anerkannt wird. Jedenfalls in der älteren Generation. Bei den Jüngeren ist sowieso alles anders.

Da bin ich voll bei dir...

Heute musst halt etwas gewagter investieren bzw mehr investieren aber soll ja dann auch was über bleiben...

Seh das bei uns... Traktor gekauft für Güllefass, dann noch größeres Fass gekauft, da sind in 2 Jahren gleich mal fast 200.000 investiert worden... Das ist halt viel Geld auf einmal und ein Risiko... Aber die Traktorstunde verrechnen wir im Lohn auch mit über 100,- und bei guter Auslastung ist das schon wieder relativ zu sehen... Und sollts wirklich schief gehen mit den Biogasanlagen dann wird der Kram verkauft und feddich... Aber bevor da nix zu holen ist und nur malocht wird ist die Sache auch schon verkauft...

Problem ist das Ansehen. UIIIIII neuer Traktor...Man haben die Kohle.... Immer größer....Irre....

Aber dass das zur Arbeit angeschafft worden ist und nicht zum Spass und das ganze richtig Asche kostet sieht niemand... Zu mir sagte mal einer: bei über 100 Euro die Traktorstunde machts ja Kohle ohne Ende...
Sagte ich: Das Teil kostet auch 200.000, will gewartet werden und da kommen in guten Wochen auch mal 2800 Euro Dieselrechnung zusammen...

Na ja... Ich glaub vom Aussterben muss sich niemand fürchten...
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« Antworten #141 am: 03. Dezember 2013, 19:36:07 »

Also enteignungen gibt es sehr wohl in der CH,es wirt Auch regelmässig volzogen bei Strassen oder Schienen bauten wo sich einer kwer stellt.. Grinsend

Aber wie ichs chon schrib,was nützt euch nen Fendt wen kein Diesel mehr verfügbar ist??
Was macht ihr im Stall ohne Strohm??
Wie wollt ihr getreie anbauen Ohne Maschinen und Pflanzenschutz??
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