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Autor Thema: Betriebsexpansion (flächenmäßig) in Österreich  (Gelesen 44219 mal)
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Jochen
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« Antworten #60 am: 31. Dezember 2011, 11:29:36 »


Kommt drauf an, was er unter "guter fachlicher Praxis" versteht.  Teuflisch

Ein Problem sehe ich darin, dass der Verpächter entscheiden soll/darf, an welchen Stellen die Bodenproben zu ziehen sind.

Mais zb. nicht ausschließlich mit Harnstoff zu düngen - das einige Jahre machen und dann "weiterziehen"

aber da ihr euch da so "eingerannt" habt sag ich besser nicht´s weiter zu ...
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« Antworten #61 am: 31. Dezember 2011, 13:09:31 »

nun mal aber runter vom gas, jeder vernünftige pächter versucht den grund nachhaltig zu bewirtschaften und langfristig zu halten.
bevor ich solche verträge brauche, wär es vielleicht sinnvoller als verpächter einem pächter meines vertauens den grund zu geben.
"weiterziehende" pächter sind mir nicht bekannt. Zwinkernd
solche verträge sind meiner meinung nach eher lächerlich, denn es sind meist die dubiosen pächter die sich auf solche sachen einlassen und dann sind eher probleme vorprogrammiert.

jeder vernünftige pächter wirtschaftet ordentlich um den pachtgrund nicht zu verlieren und vor allem auch dass er selbst was verdient.
und bei jedem anderen wird so ein vertrag auch nichts bringen da es dem auch egal ist wenn er es verliert.
was glaubt ihr wie lange ich die grunddüngung auslassen kann bis sich dass auf die bodenuntersuchungen auswirkt, wenn es mir auf das ankommt?
bewirtschaftung nach guter fachlicher praxis - haha was sonst

nur zugelassene dünger und pflanzenschutzmittel und am Jahresende eine CC Aufstellung welcher Dünger und welche Pflanzenschutzmittel aufgebracht wurden
haha das papier nicht wert wenns einer nicht einhalten will.
im endefekt bleibt nur unnötiger zeitaufwand.
wenn ich lauter solche verpächter hätte bräucht ich eine pachtvertragsmanagementbürokraft.  Spinnst du??




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« Antworten #62 am: 31. Dezember 2011, 13:43:47 »

Mais zb. nicht ausschließlich mit Harnstoff zu düngen - das einige Jahre machen und dann "weiterziehen"

aber da ihr euch da so "eingerannt" habt sag ich besser nicht´s weiter zu ...


Umgekehrt, wenn der Verpächter ein linker Hund ist, dann zieht er die ersten Proben dort, wo der Boden sehr gut ist und die folgenden dort, wo der Boden schlecht ist. Georg würde die Proben im Fall des Falles zusammen mit dem Pächter ziehen, aber eine solche Regel bietet eindeutig einiges an Konfliktpotential. Da Georg ja in GPS macht, könnte er vor Abschluss des Pachtvertrags zusammen mit dem Pächter einige Entnahmepunkte fixieren und dann in den Vertrag übernehmen.

Also der Begriff der guten fachlichen Praxis ist ja nicht ganz genau definiert. Wenn du nun ein Direktsäer kommt, kann's schnell Probleme geben. Das gleiche gilt ja für's Düngen. Da gibt es eine herrschende Lehre aber dann auch eine ganze Reihe von alternativen Methoden, bei denen dann zwangsläufig die Frage aufkommt, ob das gute fachliche Praxis ist oder nicht. Umgekehrt geht's natürlich auch. Der Pächter macht Bodenstrukturverbesserung, ausgewogene Fruchtfolge u.dgl - solche Maßnahmen sollten sich natürlich im Pachtpreis widerspiegeln.

Die Sache mit der Bankgarantie würde ich als Pächter nicht machen. Das ist wirklich zu aufwendig und gerade bei größeren Beträgen auch immer schwerer durchführbar. Da kann man ja gleich eine Pachtvorauszahlung aushandeln.
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« Antworten #63 am: 31. Dezember 2011, 14:17:10 »

da wär natürlich eine pachvorauszahlung weit sinnvoller.
ja die bodenverbesserungen die ein ordentlicher pächter durchführt müssten dann schon auch vertraglich geregelt werden, da bei auslaufenden betrieben auch oft einiges im argen liegt.  Grinsend
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« Antworten #64 am: 31. Dezember 2011, 14:28:54 »

da gehörte schon auch ein sachverständiger, ein rechtsanwalt, ein notar,.... zu rate gezogen, dass alle etwaigkeiten geklärt sind und es für jeden fair bleibt.
man will ja seine paar ha ordentlich verpachtet haben!   Zwinkernd Lächelnd
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« Antworten #65 am: 31. Dezember 2011, 14:36:22 »

Es gibt da zwei Optionen: Entweder so wenig wie möglich vertraglich regeln, oder so viel wie nur nötig zuzüglich aller Eventualitäten. Wie man es macht, hängt meiner Meinung nach ganz wesentlich von den Vertragspartner ab.
Bei einigen weiß ich, dass ich nie einen Vertrag bräuchte, bei anderen weiß ich, dass es ohne nicht geht.
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Jochen
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« Antworten #66 am: 31. Dezember 2011, 16:41:42 »

Hubsl wenn´s das bei euch nicht gibt sei froh
hier gibt´s in der Gegend zwei die sich einen Ruf gemacht haben -
wenn die Pächter Klauseln drin haben mit Existenzgefährdung etc. greift man sich schon auf den Kopf

aber vielen ist das Egal - die große Summe auf dem Konto ist wichtig - und meinst du echt in ein einer Generation weiter (Erbengeneration) die nie was zu tun hatten mit der Landwirtschaft außer Pachtgeld kassieren interessiert das jemanden wie der auf dem Acker arbeitet ?

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« Antworten #67 am: 31. Dezember 2011, 17:35:52 »

Woher sollen die das auch wissen.
Schau dir das Bild des gemeinen Österreichers von der Landwirtschaft an, dann weißt du, was da läuft.
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« Antworten #68 am: 31. Dezember 2011, 17:45:03 »

Kann mir nicht vorstellen das eine Bank eine Pachtzahlung für die länge eines Pachtvertrages als Bankgarantie gibt.
Vieleicht für ein Jahr mit entsprechendem Bürogratischem Aufwand, aber niemals für einen Termin in 6 Jahren.
Höchstens das Pachtgeld wird auf einem art Treuhandkonto hinterlegt. Das währe aber für einen Pächter nicht so toll.

Die Bodenproben sind dem Pächter sicher nicht von Nachteil, da Georg öfters erwähnte massive Klärschlammausbringung in den 90er Jahren betrieben zu haben.
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« Antworten #69 am: 31. Dezember 2011, 22:47:18 »

nun mal aber runter vom gas, jeder vernünftige pächter versucht den grund nachhaltig zu bewirtschaften und langfristig zu halten.
bevor ich solche verträge brauche, wär es vielleicht sinnvoller als verpächter einem pächter meines vertauens den grund zu geben.

Also wenn man den Pächter gut kennt und weis wie der arbeitet sehe ich auch kein Problem darin, einen 0815-Pachtvertrag abzuschließen. Wenn jemand pachtet den ich nicht kenne und von dem ich nicht weis wie der arbeitet würde ich mir gewisse Dinge schon vertraglich absichern lassen. Was hast als Verpächter davon, wenn der Dir den Boden über 10 Jahre aussaugt und danach keiner für den Boden auch nur die Hälfte dessen zahlen will was der Vorgänger gezahlt hat weil der Boden mehr od. minder "erledigt" ist. Die Variante auf ein paar Euros zu verzichten und den Pächter des Vertrauens dem "Bestbieter" vorzuziehen ist sicher nicht die dümmste!
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« Antworten #70 am: 01. Januar 2012, 13:12:13 »

Also in den pachtverträgen die bei uns generell über die bbk abgeschlossrn werden steht immer ortsüblich nachhaltige bewirtschaftung und eine ausreichende versorgen mit mineraldünger sowie ein verbot von monokulturen drinnen.
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« Antworten #71 am: 02. Januar 2012, 13:56:39 »

hy,
ich habe ne kurze, vl sogar off topic, frage:
gibts im netz eine seite, wo ich nachsehen kann, welche acker verkauft werden? also wo man die kundmachungen bezüglich des grundverkehrsgesetz nachschlagen kann?
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« Antworten #72 am: 02. Januar 2012, 14:27:39 »

wenns sowas gibt würd mich das auch interessieren!
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