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Autor Thema: Betriebsexpansion (flächenmäßig) in Österreich  (Gelesen 44218 mal)
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hubsl
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« am: 27. Dezember 2011, 17:49:23 »

sinnvoll zu investieren, gerade jetzt wo scheinbar die zeit drängt, ist nicht einfach.
man sollte aber trotzdem den rechenstift zeitweise ansetzen.
diejenigen die laufend investiert haben tun sich jetzt leichter und brauchen bei so manchen wahnsinnsaktionen nicht mitmachen.
wer es in österreich schafft erfolgreich landwirtschaft zu betreiben der würde sich anderswo auf der welt wohl sehr leicht tun. Traurig
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2011, 18:12:24 von Tyrolens » Gespeichert
Tyrolens
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« Antworten #1 am: 27. Dezember 2011, 22:30:40 »


wer es in österreich schafft erfolgreich landwirtschaft zu betreiben der würde sich anderswo auf der welt wohl sehr leicht tun. Traurig

So sicher wäre ich mir da nicht. Kannst du dir vorstellen, wie es einem durchschnittlichen österr. Landwirt in Russland, Brasilien oder Australien erginge? Das sind ganz einfach anderen Dimensionen des Wirtschaftens, ganz zu schweigen von Problemen, die man hier nicht mal aus Zeitungen kennt.
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« Antworten #2 am: 27. Dezember 2011, 22:57:39 »

In Russland bist und bleibst du ein Feind. Egal was du machst. Wenn du es schaffst, kleine Pflänzchen des Vertrauens aufzuziehen, dann kannst du das in Russland getrost als beachtliches Lebenswerk bezeichnen. Das Land ist nach 70 Jahren Kommunismus und 30 Jahren Kapitalismus einfach am Ende. Ohne Erdöl und Erdgas wären die heute schon tot.

Weil's grad so schön passt - Russlands Elite:




Natürlich kannst du problemlos in 200 ha russischen Schwarzerdebodens investieren. Aber das wird dir jeder seriöse Geschäftsmann als absolute Risikoinvestition einstufen. Es hat schon seine Gründe, warum sich unsere Besserwisserbanken im Osten dermaßen die Finger verbrannt haben.
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anda415
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« Antworten #3 am: 27. Dezember 2011, 23:04:53 »

Die Landtechnik hatt nur einen großen Vorteil, dass da jeder mit den Preisen nach oben geht, und keiner human bleibt,...
Aber ich weis nicht was mich mehr ärgert ein Geld zu investieren was mit der Zeit Geld bringt oder eines was auf einem Schlag nichts mehr Wert ist Huch
Und mit den Grundstücke zu investieren ist auch so eine Sache, hatt man vor 5 Jahren bei uns 500Euro für den m2 Baugrund gezahlt, lag er 2009 bei der hälfte, und jetzt wieder so langsam auf 450 bis 500Euro, also man braucht im Leben immer Glück, ....
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Georg
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« Antworten #4 am: 27. Dezember 2011, 23:20:34 »

In Russland bist und bleibst du ein Feind. Egal was du machst. Wenn du es schaffst, kleine Pflänzchen des Vertrauens aufzuziehen, dann kannst du das in Russland getrost als beachtliches Lebenswerk bezeichnen. Das Land ist nach 70 Jahren Kommunismus und 30 Jahren Kapitalismus einfach am Ende. Ohne Erdöl und Erdgas wären die heute schon tot.

 

Weißt Du das alles vom "Hören und Sagen" oder wie lange hast Du dort in Russland vor Ort als Privatman ein Geschäft betrieben???
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Wenn die Sau keine Ferkel wirft, hat der Bauer Angst das er verhungert.
Wenn die Sau zu viele Ferkel wirft, hat der Bauer Angst das die Ferkel verhungern,
hubsl
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« Antworten #5 am: 27. Dezember 2011, 23:30:41 »

@tyrolens
ich hab ja nicht von einem durchschnittlichen österreichischem betrieb geschrieben, der durchschnittsbauer aus österreich wär natürlich haushoch überfordert mit zb. einer typischen farm im mittleren westen der usa.
der durchschnittliche bauer bei uns wird ja schon nervös wenn die weizenernte länger als 4 stunden dauert.
ich meinte damit wie du in österreich eine landwirtschaft halbwegs auf eine vernünftige grösse und gewinnkurs bringst- ist echt nicht leicht!
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Tyrolens
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« Antworten #6 am: 27. Dezember 2011, 23:35:00 »

Ja ja, Georg, wenn dir sonst nichts mehr einfällt, kommst du mit solchen Fragen.

Aber sei beruhigt, da habe ich weit bessere Informationsquellen als das, was man als eigene Erfahrungen bezeichnen darf. Die können nämlich auch ganz schön trügen.


@hubsl: Da hast du natürlich Recht. Expansion in Fläche und Tierbestand ist bei uns kaum möglich. Außer man heiratet gut oder erbt. Zwinkernd
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« Antworten #7 am: 28. Dezember 2011, 00:05:21 »

Also es gibt auch Betriebe dort die ganz gut funktionieren und wo kein Russe das Geschäft betreibt! Hab erst vor kurzem nen Bericht auf ZDF über einen "Exil-Deutschen" gesehen. Der bewirtschaftet dort rund 130tsd. ha (soweit ich das richtig im Kopf habe) und tausende Kühe, und das recht erfolgreich! Auch wird er anscheinend von der dortigen Bevölkerung akzeptiert da er ihnen Arbeit gibt. Der gute Herr stammt lt. eigenen Aussagen von nem 40ha Betrieb in Deutschland ab und hat LW studiert. War als Berater für die russ. Regierung nach dem Umbruch in Russland um die bei der Umstellung von staatlichen zu privaten LW zu beraten. Hat dann als Landmaschinenhändler in Russland so viel Geld verdient dass er sich ne eigene "Farm" kaufen konnte und expandiert prächtig! Seine Erfahrungen in Bezug auf Russland aus der Beratertätigkeit haben ihm dabei sicher geholfen. Er hat auch schon zig deutsche Bekannte nach Russland geholt und sie dazu ermutigt, das selbe zu tun wie er. Gekommen ist bisher keiner...
Das Video hier zu begutachten:

Also nicht alle scheitern am "Hass gegen die Feinde". Aber das Ganze ist ein anderes Kapitel und gehört eigentlich nicht in dieses Thema.

Ansonsten kann ich hubsl nur zustimmen! Hier in AUT nen Betrieb, der halbwegs wirtschaftlich arbeitet, auf eine vernünftige Größe zu bringen ist beinahe unmöglich.
Bez. der Expansion: Es gibt noch eine dritte Möglichkeit! Feindliche Übernahme von Pachtgründen zu "Kampfpreisen". Das macht hier einer im Ort und der hat mittlerweile run 2000ha! Allerdings spricht man mittlerweile nicht mehr mit ihm und die ha-Preise die er dafür zahlen muss sind jenseits von Gut und Böse!
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2011, 00:41:35 von Jungbauer » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 28. Dezember 2011, 08:11:44 »

Bez. der Expansion: Es gibt noch eine dritte Möglichkeit! Feindliche Übernahme von Pachtgründen zu "Kampfpreisen". Das macht hier einer im Ort und der hat mittlerweile run 2000ha! Allerdings spricht man mittlerweile nicht mehr mit ihm und die ha-Preise die er dafür zahlen muss sind jenseits von Gut und Böse!
....na aber Hallo! Der muß aber auch im Lotto gewonnen oder einen guten Banker als Freund haben  Grinsend
 Kommst du aus dem Nord- oder Südburgenland?  Huch
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« Antworten #9 am: 28. Dezember 2011, 09:02:17 »

....na aber Hallo! Der muß aber auch im Lotto gewonnen oder einen guten Banker als Freund haben  Grinsend
 Kommst du aus dem Nord- oder Südburgenland?  Huch

Naja, böse Zungen munkeln, dass der Schwiegervater recht "betucht" sein soll. Außerdem haben die in letzter Zeit mehr Felder in Häuserplätze umgewandelt als Du Dir vorstellen kannst! Da kommt dann einiges in die "Kriegskasse".  Zwinkernd
 Die Flächen sind aber zu 98% gepachtet, nicht gekauft!
Bin aus dem Norden...
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2011, 09:03:58 von Jungbauer » Gespeichert

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« Antworten #10 am: 28. Dezember 2011, 09:51:43 »

auch flächenpacht wird bei uns zunehmend uninteressant, bei preisen bis über 1000€/ha und dass ohne ZA. Spinnst du??
die etwas besseren produktpreise werden sofort den verpächtern durchgereicht. bin neugierig wenn die preise mal wieder runtergehen, dann wird es wieder lange gesichter geben Augen rollen
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« Antworten #11 am: 28. Dezember 2011, 09:52:29 »

Ausnahmen bestätigen immer die Regel. Zwinkernd


2.000 ha im Nordburgenland? Auf wie viele Parzellen diese Fläche wohl aufgeteilt ist?

Wenn jemand das Geld hat, warum bleibt er dann in Österreich? Selbst der kleine Schritt nach Deutschland würde alles erleichtern.
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2011, 18:13:34 von Tyrolens » Gespeichert

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« Antworten #12 am: 28. Dezember 2011, 10:51:09 »

@tyrolens
je weiter in den osten desto leichter gehts mit dem flächenwachstum
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2011, 18:13:15 von Tyrolens » Gespeichert
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« Antworten #13 am: 28. Dezember 2011, 11:08:11 »

Dafür kommen halt andere, neue Probleme und Nachteile dazu.
So wie überall im Leben muss man Kompromisse eingehen.

Eigentlich gibt es doch mehr Regionen auf der Welt, in denen Flächen günstig zu bekommen sind, als teuer.
Und Fläche alleine ist auch nicht alles. Kann man sich auf so etwas wie eine optimale Größe eines Ackerbaubetriebes einigen? So im Bereich von 500 bis 1.000 ha?  

« Letzte Änderung: 30. Dezember 2011, 18:13:07 von Tyrolens » Gespeichert

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« Antworten #14 am: 28. Dezember 2011, 20:10:56 »

auch flächenpacht wird bei uns zunehmend uninteressant, bei preisen bis über 1000€/ha und dass ohne ZA. Spinnst du??
die etwas besseren produktpreise werden sofort den verpächtern durchgereicht. bin neugierig wenn die preise mal wieder runtergehen, dann wird es wieder lange gesichter geben Augen rollen

1000€/ha is scho ganz schön happig! Bei uns wird nicht soviel gezahlt aber so an die 400 zahlen einige Bio-Landwirte schon. Wenn ich allerdings rechne, dass ihr um ca. 30-50% höhere Erträge wie wir habt, dann müsst man allerdings noch was aufrechnen. Sind aber trotzdem nur 600. Das mit den ZA’s hat sich bald erübrigt soweit man den Gerüchten glauben darf, dann schauts mit „feindlichen“ Übernahmen noch mal anders aus!
Bez. „wenn die Preise mal wieder runtergehen, …“ --> Naja, da werden heuer schon einige lange Gesichter machen! Außer Raps und Roggen hat heuer so ziemlich alles an Wert verloren gegenüber dem Vorjahr.


2.000 ha im Nordburgenland? Auf wie viele Parzellen diese Fläche wohl aufgeteilt ist?

Wenn jemand das Geld hat, warum bleibt er dann in Österreich? Selbst der kleine Schritt nach Deutschland würde alles erleichtern.

 Lächelnd Haha, ich denke es werden nicht mehr Parzellen sein als wenn die Fläche in Tirol pachtest…  Zwinkernd
Aber sind scho einige!

Ich glaub es geht hier nicht darum, ob man das Geld hat oder nicht, sondern es geht lediglich darum, ob man bereit ist seine Heimat dafür zu verlassen. Der Hr. in dem Video hat es ja sehr treffend formuliert. Landwirte sind eher konservative Menschen… Wir alle wissen doch auch, dass man in Ost-Ungarn und in Ländern wie Rumänien od. Bulgarien schnell große Flächen für günstiges Geld haben kann und trotzdem sitze ich noch im Burgenland, Hubsl in Niederösterreich und Du in Tirol…

@tyrolens
je weiter in den osten desto leichter gehts mit dem flächenwachstum
Das ist richtig – is bei uns sicher noch leichter als in Tirol od. OÖ, von NÖ würd ich jetzt nicht mehr wetten. Wobei sich das in letzter Zeit auch sehr geändert hat. Vor 10 Jahren hast noch leicht was bekommen. Jetzt ist es echt schwer geworden. Aber ich setze da auf einige Großkotze die sich hier in der Gegend m.E. nach massiv übernommen haben. Da werden dann auf einmal viele Flächen frei. Die Kunst ist nur, was davon zu erhaschen…




« Letzte Änderung: 30. Dezember 2011, 18:13:52 von Tyrolens » Gespeichert

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