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Autor Thema: Neue Pflanzenschutzordnung  (Gelesen 14484 mal)
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Gery79
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« Antworten #15 am: 08. Dezember 2011, 00:42:45 »

Wir haben nur UBAG ohne IP Kartoffel und da wurde das alles wie geschrieben kontrolliert.
Es ist ja nicht mehr viel Unterschied ob IP oder nicht(bei Kartoffeln). Hat sich in den letzten Jahren von den Auflagen fast angeglichen.
Eines hab ich noch vergessen, von der jeweiligen Kultur welche Sorte angebaut oder gepflanzt worden ist, wurde auch kontrolliert, obwohl wir nicht beim SLK Programm dabei sind.
Sicherheitsdatenblätter hab ich als PDF am Computer gespeichert, danach haben die Kontrolleure aber nicht gefragt.


Mfg Gerald
« Letzte Änderung: 08. Dezember 2011, 00:48:03 von Gery79 » Gespeichert
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« Antworten #16 am: 08. Dezember 2011, 00:47:42 »

Wir haben nur UBAG ohne IP Kartoffel und da wurde das alles wie geschrieben kontrolliert.
Es ist ja nicht mehr viel Unterschied ob IP oder nicht(bei Kartoffeln). Hat sich in den letzten Jahren von den Auflagen fast angeglichen.
Eines hab ich noch vergessen, von der jeweiligen Kultur welche Sorte angebaut oder gepflanzt wurde. Sicherheitsdatenblätter hab ich als PDF am Computer gespeichert, danach haben die Kontrolleure aber nicht gefragt.


Mfg Gerald
gibt ja auch IP für andere Bereiche als Kartoffel. Wir hatten insgesamt 3 Prüfungen durch die AMA in den letzten 10 Jahren - die letzte vor 1 Jahr! Nach sowas haben die da noch nie gefragt. Waren mit dem einfachen Pflanzenschutzjournal zufrieden. Werd mal morgen meinen Vater interviewen...
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Gery79
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« Antworten #17 am: 08. Dezember 2011, 00:52:55 »

gibt ja auch IP für andere Bereiche als Kartoffel. Wir hatten insgesamt 3 Prüfungen durch die AMA in den letzten 10 Jahren - die letzte vor 1 Jahr! Nach sowas haben die da noch nie gefragt. Waren mit dem einfachen Pflanzenschutzjournal zufrieden. Werd mal morgen meinen Vater interviewen...

Das is schon klar dass es noch weitere IP Programme gibt als nur Kartoffel(Rüben, Erdbeeren und Gemüse).
Kann nur sagen was dieses Jahr bei uns kontrolliert wurde.


Mfg Gerald
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Georg
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« Antworten #18 am: 08. Dezember 2011, 08:49:04 »

Hmmm.....

Es gibt also anscheinend kein "Spritztagebuch"Huch

Wennichmir die Kommentare so durchschaue, ist es in Österreich ja fast ein "Lotteriespiel" das bie ner CC COntrolle alles richtig ist.

Ganz munter wird das ja, wenn ein Landwirt in einem Bundeslandgrenzgebiet in zwie verschieden Bundesländern wirtschaftet?!?!

Nun ist mir auch wesentlich klarer, weshalb die "Betriebsanleitung" der AMA knotrolluere inzischen über 1000 Seiten hat!

Wir haben ja in Deutschland auch disen wahnsinns Förderalismuss udn jeder Landesfürst setzt vor allen Dingen in Der LAndwirtschaft und in der Schulpolitik jedem Bundesgesetz noch ein paar Kronen drauf. Allerdings ist es schinbar nicht ganz so schlimm wie in Österreich.

Letztendlich für mich der Entschluss, es so zu lassen wie es ist. Wenn ich die Datenerfassung für jeden Landesfürsten in Europa anpassen möchte, und auch noch aktuell halten möchte, bräuchte ich am Ende ne Betreibsanleitung mit über 1000 Seiten und zwei Programmeirer hätten dann nen Vollzeitjob!

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« Antworten #19 am: 08. Dezember 2011, 09:26:15 »

Das mit den Bundesländern ist in diesem Fall nicht so schlimm, weil die Regeln ohnehin in Brüssel gemacht werden. Der Spielraum wird somit sehr eng und mit der Zeit wird das jeweilige Landesrecht homogenisiert. Es hat zwar jedes Bundesland seine Abteilung für Pflanzenschutz und auch eigene Gesetze und/oder Verordnungen, aber heute läuft das so ab, dass das eine Bundesland die Regelung von einem anderen Bundesland abschreibt, oder gleich von Wien vorgegeben wird, was zu machen ist. Somit ist der Föderalismus in diesen Bereichen völlig sinnlos und sollte abgeschafft werden.

Problematisch finde ich eher die Regeln, die im Rahmen der EU-Förderungen aufgestellt werden. Die sind nämlich tatsächlich mehr als willkürlich, vor allem in der Umsetzung. In Tirol fragt kein Mensch nach einen Spritztagebuch oder dem Spritzen-TÜV. Man muss schon sehr viel Pech haben, dass das kontrolliert wird; oder Gemüsebauer sein. Zwinkernd
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« Antworten #20 am: 08. Dezember 2011, 09:32:43 »

Bei uns hat bisher auch noch niemand nach den Aufzeichnungen bez. Pflanzenschutzmittel gefragt. Sind ein Wasserschutzgebiet - hier wollen die immer nur die Düngeplanung und -bilanzierung sehen...
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« Antworten #21 am: 08. Dezember 2011, 11:51:27 »

Bei uns hat bisher auch noch niemand nach den Aufzeichnungen bez. Pflanzenschutzmittel gefragt. Sind ein Wasserschutzgebiet - hier wollen die immer nur die Düngeplanung und -bilanzierung sehen...

Die Düngeplanung und die dazugehörigen Aufzeichnungen wurden bei uns auch jedes Mal bei einer CC Kontrolle kontrolliert.
Da habt ihr es ja bei Kontrollen wie es aussieht, etwas lockerer.


Problematisch finde ich eher die Regeln, die im Rahmen der EU-Förderungen aufgestellt werden. Die sind nämlich tatsächlich mehr als willkürlich, vor allem in der Umsetzung. In Tirol fragt kein Mensch nach einen Spritztagebuch oder dem Spritzen-TÜV. Man muss schon sehr viel Pech haben, dass das kontrolliert wird; oder Gemüsebauer sein. Zwinkernd

Das kann ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass bei euch keine Pflanzenschutzmittelaufzeichnungen und Spritzen-TÜV kontrolliert werden.
Aber es soll ja alles geben und mich überrascht fast nix mehr.


Mfg Gerald
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« Antworten #22 am: 08. Dezember 2011, 14:35:54 »

Hi Gery

Die Indikation also warum du was machst bzw. wegen welcher Unkräuter oder Gräser kann sogar ein Bundesland Geschichte sein
Für Öpul ohne Ubag mußt du die Phosphorstandarts einhalten, ohne Ubag und ohne Öpul mußt du kein Berechnungen haben - das rechnet er eh nach über den Viehbestand und die Rechnungen für´n Dünger

Und nicht jeder Prüfer prüft alles, die haben alle für Gewisse Dinge eine Vorliebe und lt. Aussagen von einem gibt´s auch mal Schwerpunktaktionen auf gewisse Dinge
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« Antworten #23 am: 08. Dezember 2011, 22:17:11 »

Hi,

ich hab gerade diesbez. mit meinem Vater gesprochen und er hat mir folgendes gesagt:
Welche Art von Ausbildung, Aufzeichnungen bzw. TÜV's man haben muss oder nicht hängt sehr stark von der Art der Kulturen die man anbaut ab. Bei Weinbau- und Rübenkulturen gelten z.B. wesentlich schärfere Vorgaben als bei Getreide, Mais od. Raps. Weiters hängt es auch von den Maßnahmen ab an welchen man teilnimmt (IP z.B. setzt Spritzen-TÜV und weiteres schon voraus). In wiefern es Unterschiede bei den Bundesländern gibt konnte er mir auch nicht beantworten. Hier mal ein Auszug seiner Antworten auf die Themen:
Giftbezugsgenehmigung / Sachkunde bzw. Nachweis über div. Kurse: Eine Bezugsgenehmigung ist nur für solche Pflanzenschutzmittel erforderlich, die auch tatsächlich als Gifte klassifiziert sind (z.B. Poncho, ...). Für 0815 Mittel wie z.B. Decis, Aviator, o.ä. ist kein "Giftschein" notwendig. Auch ist für diese Mittel keine eigene Ausbildung bzw. Kurs (auch kein EH-Kurs) notwendig.
Aufzeichnungen: Wenn mann keine Rüben / keinen Wein hat und auch nicht an einer IP-Maßnahme aus dem ÖPUL teilnimmt, reicht ein simples Pflanzenschutzmitteljournal. Hier sind Datum, Schlag-Nr. od. Schlag-Bezeichnung, Aufwandmenge / ha, Handelsbezeichnung des Mittels und die Kultur aufzuzeichnen. Der Fahrer od. Ausbringer ist hier nicht von Relevanz. Die von Gery genannten weiteren Aufzeichnungsdetails kommen aber sehr wohl bei IP bzw. bei bestimmten Kulturarten (z.B. Rüben, ....) zum tragen.
Unterschiede je nach "Art/Alter" des Betriebsleiters: Hier gibts eine sehr lustige Regelung. "Altbauern" (also jene die schon vor Einführung von CC und ÖPUL am wirtschaften waren) z.B. müssen für die Ausbringung keine eigene Ausbildung od. Befähigung nachweisen. Übernehmer, welche nach Einführung dieser Maßnahmen zu wirtschaften begonnen haben, mussten einen eigenen Kurs absolvieren bevor Sie Pflanzenschutzmittel ausbringen dürfen.
Lagerung:Der letzte Kontrolleur bei uns hat bei seiner Frage schon die richtige Antwort mitgegeben: "Mehr als sie an Verbauch haben werden Sie ja nicht zugekauft haben, oder?" --> Für die Lagerung gelten denn nämlich wieder eigene Auflagen...

So geht das munter weiter... Will jetzt hier nicht das gesamte Gespräch wiedergeben...

@Georg:
Alles in Allem kann man sagen, dass in die Programmierung solcher Aufzeichnungen in den Farm Navigator, oder anderen Hilfsgeräten, sehr viel Hirnschmalz und sehr viel Zeit reinlaufen würde. Über die Aktualität rede ich erst gar nicht.
Wenn es allerdings ein Anbieter schafft, dann hat er zumindest einen massiven Vorteil anderen Anbietern gegenüber. Eine mögliche Variante wäre, die Möglichkeit im FN zu schaffen, alle "Brutto-Daten" erfassen und exportieren zu können. Dies wäre wesentlich leichter / günstiger umsetzbar und würde es jedem selbst erlauben, zu erfassen was er braucht. Komfortabler ist natürlich die erste Version.
Ein anderer Gedanke wäre, über ein Kooperation mit div. Software-Herstellern nachzudenken. Vielleicht kann man Softwarekomponenten von z.B. der LBG in den FarmNavigator integrieren. Damit hättest Du den Vorteil, dass jemand anderes die Programmierung und das aktuell halten übernimmt, und es in Deinem Produkt erfassbar wäre - mit genau den erforderlichen Daten dies je nach Landwirt braucht. Weiterer Vorteil so einer Kooperation wäre, dass es sicher keine Schnittstellenprobleme beim Exportiern aus dem FN und beim Importieren in div. LBG Software gäbe. LBG ist glaube ich Marktführer von Agrarsotware in Österreich...

Eine Überlegung wärs aus Produktsicht und aufgrund des massiven Vorteils gegenüber dem Wettbewerb sicher wert!

« Letzte Änderung: 08. Dezember 2011, 22:23:12 von Jungbauer » Gespeichert

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